Das dritte Herrenberger Sonnendach

Dass zur Einweihung durch Finanzbürgermeisterin Gabriele Getzeny strahlender Sonnenschein geliefert würde, konnten die Mitglieder der Agenda 21, Arbeitskreis Energie, nicht geplant haben. Doch es schien wie eine Bestätigung von höherer Warte, dass ihr Einsatz für eine umweltfreundliche Stromerzeugung in Herrenberg unter einem guten Stern steht.
Seit der Einweihung der ersten Stufe der Photovoltaik-Anlage auf dem Hauptgebäude des Schickhardt-Gymnasiums im Juni 2002 wird eine Erfolgsstory in Sachen Stromernte aus Sonnenlicht geschrieben.
"The point of no return" steht auf einem kleinen Schild im Treppenaufgang der Schule. Somit an einem Ort, der passender für die Vorbereitung auf die Zukunft nicht sein könnte, denn die Herrenberger sind Vorreiter im Kampf für eine Einsparung an Kohlendioxid: 42 Tonnen sind es pro Jahr nur durch die Module auf dem Schuldach. Der Stromertrag des Sonnendaches lag im Jahr 2003 bei 68 102 Kilowattstunden.
Eine digitale Anzeigetafel vor dem Schuleingang zeigt den erfolgreichen Verlauf der Sonnennutzung an. Aktuelle Leistung am 28. Februar um 14.53 Uhr: 53 Kilowatt. Zur Erinnerung: Mit einer Kilowattstunde kann man eine komplette Mahlzeit für vier Personen kochen.
"In Herrenberg ist ein beachtliches ökonomisches Potential vorhanden. Ökonomie und Ökologie haben optimal zusammen gefunden" sagte Finanzbürgermeisterin Gabrielee Getzeny bei der Einweihung der Anlage mit einer Leistung von 20 Kilowatt (peak).

- Module auf dem Westflügel des SGH
Etwas mehr als 90 000 Euro hat die dritte Stufe gekostet und war damit über 21 000 Euro günstiger als erwartet. Die Zeichnung von Anteilen war bisher für 44 Erwerber aus ökologischen und aus ökonomischen Gründen interessant, denn die Stadtwerke Herrenberg unterstützen das Projekt. Etwa 5% Rendite wird den Anteilseignern jährlich gutgeschrieben.