Blockheizkraftwerk

Die Stadtwerke Herrenberg betreiben in einem Wohn- und Geschäftsgebäude an der Hindenburgstraße und im Hallenbad (Schulzentrum Längenholz) Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Versorgung von Strom und Wärme.
Das BHKW in der Hindenburgstraße erzeugt eine thermische Leistung von 36 kW und eine elektrische Leistung von 16 kW.
Im Hallenbad stehen 1 BHKW mit 100 kWth und 50 kWel.

Blockheizkraftwerk (BHKW) und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Ein BHKW ist eine Anlage zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung. Es besteht aus einem oder mehreren Aggregaten aus gasbetriebenem Verbrennungsmotor und Dynamo. Der Vorteil eines BHKW liegt im höheren Wirkungsgrad, d.h. die Energie des eingesetzten Brennstoffes wird zu einem höheren Prozentsatz in Strom und Heizwärme umgesetzt. Von KWK spricht man immer dann, wenn bei einer Stromproduktion auch die Abwärme mitgenutzt wird.

KWK-Anlagen machen Bauwerke überflüssig, die heute noch selbstverständlich sind: Kühltürme, das Symbol der Energieverschwendung schlechthin. Durch die Öffnungen werden riesige Mengen Abwärme und damit wertvolle Energie in die Luft geblasen. Die großen Kraftwerksblöcke produzieren in der Regel nur Strom, eine überholte Technik. Denn mit der Kraft-Wärme-Kopplung lässt sich sowohl Strom als auch Wärme zum Heizen gewinnen.

So funktioniert KWK

Mit KWK wird die eingesetzte Energie quasi doppelt genutzt. So sind in diesen Anlagen Wirkungsgrade bis zu 90 Prozent möglich.
Das Grundprinzip von KWK-Anlagen ist einfach: Die Stromerzeugung basiert zum überwiegenden Teil darauf, dass aus Brennstoffen wie Erdgas, Kohle, Erd- oder Rapsöl Wärme erzeugt wird. Diese Wärme wird in mechanische Energie und dann über einen Generator in Strom umgewandelt. Physikalisch ein altbewährter Prozess, ebenso wie die Tatsache, dass all diese Umwandlungsschritte mit Wärmeverlusten verbunden sind. KWK-Anlagen nutzen nun die anfallende Abwärme systematisch aus, sei es zum Heizen oder als Prozessdampf für industrielle Fertigungsverfahren.

Was macht KWK so effizient?

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung werden gleich zwei Energieprodukte erzeugt: Strom und Wärme. So liegt es auf der Hand, dass es mit dieser Technik möglich ist, im großen Umfang den Einsatz von Primärenergien wie Kohle, Erdgas und Erdöl zu vermindern. Kein Kraftwerk wird jemals einen solchen günstigen Brennstoffeinsatz zur Stromerzeugung aufweisenn können, wie eine KWK-Anlage.
Gleichzeitig fallen analog zur Einsparung von Primärenergien deutlich weniger klimaschädlichen Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) an. Deshalb gehört die KWK zu den bedeutendsten Maßnahmen des Klimaschutzes.

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